



Heilpflanzen
Johanniskraut
Hypericum perforatum · Johanniskrautgewächse (Hypericaceae)
Sonnenkraut mit leuchtend gelben Blüten – traditionell bei leichten depressiven Verstimmungen.
Wesen
Geschmack
Bitter, leicht harzig.
Wirkung
Stimmungsaufhellend, beruhigend, entzündungshemmend, hautregenerierend (Rotöl).
Verwendung
Als standardisierter Tee/Extrakt innerlich; als Rotöl äußerlich für Haut und Narben.
Herkunft
Europa
Passt gut zu
Saison
Über die Pflanze
Johanniskraut
Johanniskraut blüht um den Johannistag (24. Juni) und ist die am besten erforschte pflanzliche Hilfe bei leichten bis mittleren depressiven Verstimmungen. Hält man die Blätter gegen das Licht, sieht man kleine Punkte – die Öldrüsen.
Aufbau der Pflanze
- Wuchs
- Aufrechte, mehrjährige Staude
- Höhe
- 30–90 cm
- Blätter
- Klein, oval, mit durchscheinenden Öldrüsen ('perforatum')
- Blüten
- Leuchtend gelb, fünfblättrig, beim Zerreiben rot
- Wurzel
- Kurzes Rhizom mit feinen Wurzeln
Wirkstoffe
Inhaltsstoffe & Wirkstoffe
Die wichtigsten Moleküle und Stoffgruppen, die Johanniskraut so wirksam machen.
Naphthodianthron
Hypericin
Stimmungsaufhellend, antiviral
Phloroglucinderivat
Hyperforin
Wirkt auf Neurotransmitter
Polyphenol
Flavonoide
Antioxidativ
Tannine
Gerbstoffe
Wundheilend
Anbau & Standort
Anbau
Sonnig, trocken, durchlässig. Wächst auf Wiesen und Wegrändern.
Ernte & Sammeln
Ernte
Blühende Triebspitzen rund um den Johannistag (Ende Juni).
Hinweise & Vorsicht
Macht die Haut lichtempfindlich (Photosensibilisierung). Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten (z. B. Pille, Antidepressiva, Blutverdünner) – nicht unkontrolliert einnehmen.
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