



Heilpflanzen
Holunder
Sambucus nigra · Moschuskrautgewächse (Adoxaceae)
Klassischer Heilstrauch mit cremeweißen Blütendolden im Frühsommer und schwarzen Beeren im Herbst.
Wesen
Geschmack
Blüten: blumig-süß. Beeren (gekocht): herb-fruchtig, leicht weinig.
Wirkung
Schweißtreibend bei Erkältung, immunstärkend, antiviral (Beeren), entzündungshemmend.
Verwendung
Blüten als Sirup, Tee oder ausgebacken; Beeren als Saft, Mus oder Suppe – immer erhitzen.
Herkunft
Europa
Passt gut zu
Saison
Über die Pflanze
Holunder
Der Schwarze Holunder galt schon den Germanen als heilig. Heute weiß man: seine Beeren enthalten besonders viele Anthocyane, seine Blüten wirken klassisch schweißtreibend bei Erkältung.
Aufbau der Pflanze
- Wuchs
- Großer, mehrjähriger Strauch oder kleiner Baum
- Höhe
- 300–700 cm
- Blätter
- Unpaarig gefiedert, 5–7 gezähnte Fiederblätter
- Blüten
- Cremeweiße Schirmrispen, stark duftend
- Wurzel
- Flach und weit verzweigt
Wirkstoffe
Inhaltsstoffe & Wirkstoffe
Die wichtigsten Moleküle und Stoffgruppen, die Holunder so wirksam machen.
Pflanzenfarbstoff (Beeren)
Anthocyane
Stark antioxidativ, antiviral
Cyanogenes Glykosid (roh)
Sambunigrin
Roh leicht giftig – Erhitzen zerstört es
Polyphenol
Flavonoide (Rutin)
Gefäßstärkend
Vitamin
Vitamin C
Immunstärkend
Anbau & Standort
Anbau
Anspruchslos, halbschattig bis sonnig, nährstoffreicher Boden. Robust und winterhart.
Ernte & Sammeln
Ernte
Blüten an trockenen, sonnigen Tagen im Mai/Juni. Beeren ab Ende August dunkel und vollreif – immer erhitzen.
Hinweise & Vorsicht
Rohe Beeren, Blätter und Rinde sind leicht giftig (Übelkeit). Beeren immer kochen.
Rezepte
Rezepte mit Holunder
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