



Gemüse
Kartoffel
Solanum tuberosum · Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Stärkereiche Knolle aus den Anden, weltweit eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel.
Wesen
Geschmack
Mild, nussig, je nach Sorte erdig oder leicht süßlich.
Wirkung
Liefert komplexe Kohlenhydrate, Kalium und Vitamin C. Gekochte, abgekühlte Kartoffeln enthalten resistente Stärke, die die Darmflora unterstützt.
Verwendung
Gekocht, gebraten, gebacken, als Püree, Suppe, Gnocchi oder Salat. Roher Kartoffelsaft traditionell bei Sodbrennen.
Herkunft
Anden, Südamerika
Passt gut zu
Saison
Über die Pflanze
Kartoffel
Die Kartoffel stammt ursprünglich aus dem Hochland Südamerikas und wird seit über 8.000 Jahren kultiviert. Im 16. Jahrhundert kam sie nach Europa und veränderte die Ernährung ganzer Kontinente. Heute gibt es tausende Sorten in unterschiedlichsten Farben und Formen.
Aufbau der Pflanze
- Wuchs
- Krautige, einjährig kultivierte Knollenpflanze
- Höhe
- 40–100 cm
- Blätter
- Unpaarig gefiedert, dunkelgrün, weich behaart
- Blüten
- Weiß, violett oder rosa, sternförmig mit gelben Staubgefäßen
- Wurzel
- Faseriges Wurzelwerk mit unterirdischen Knollen an Ausläufern
Wirkstoffe
Inhaltsstoffe & Wirkstoffe
Die wichtigsten Moleküle und Stoffgruppen, die Kartoffel so wirksam machen.
Kohlenhydrat
Stärke
Energieträger, gekühlt resistente Stärke für den Darm
Mineralstoff
Kalium
Unterstützt Blutdruck und Muskelfunktion
Vitamin
Vitamin C
Antioxidativ, stärkt das Immunsystem
Glykoalkaloid
Solanin
Natürlicher Fraßschutz, in grünen Stellen giftig
Anbau & Standort
Anbau
Sonniger Standort, lockerer, humoser Boden. Pflanzkartoffeln im Frühjahr 10 cm tief setzen, regelmäßig anhäufeln. Fruchtfolge beachten.
Ernte & Sammeln
Ernte
Frühkartoffeln ab Juni, späte Sorten bis Oktober. Ernten, sobald das Kraut welkt. Dunkel und kühl lagern.
Hinweise & Vorsicht
Grüne Stellen, Keime und das Kraut enthalten giftiges Solanin – großzügig wegschneiden bzw. nicht verzehren.
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